Im April sorgte ein ungewöhnlicher Anblick für Aufsehen: Mitten in der RWG-Aula stand plötzlich ein Auto. Das schmale, fahrtüchtige Modell konnte mit entsprechendem Augenmaß durch die Doppeltüren hineingefahren werden. Dort diente es im Rahmen der Aktionstage gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr als Fahrsimulator.
Die Veranstaltung richtete sich an die Jahrgangsstufen 11 und 12, also an Schülerinnen und Schüler, die entweder kurz vor dem Erwerb des Führerscheins stehen oder bereits begleitet bzw. unbegleitet im Straßenverkehr Erfahrungen sammeln.
Als Referenten begrüßte die Schule H. Bauer, H. Höft, H. Lehmann und Fr. Müller von der Polizeiinspektion Landstuhl sowie H. Groß, H. Hartmuth, Fr. Hary und H. Theis, ebenfalls von der Polizeiinspektion Landstuhl, die sich an diesen Tagen ehrenamtlich für den BADS (Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr) engagierten. Die Initiative „Don´t drink and drive“, vertreten durch H. Berger, ergänzte das Präventionsangebot.
Mit ihrer umfangreichen Praxiserfahrung vermittelten die Referenten wichtige Einblicke in die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Zusätzlich konnten am Fahrsimulator, einem Reaktionstisch und mit einem E-Scooter-Reaktionstest praktische Erfahrungen gesammelt werden.
Bei den Fahrten im Fahrsimulator wurde durch ein eingeschränktes Sichtfeld und verzögerte Reaktionen der Einfluss von Alkohol realitätsnah simuliert. Während viele Fahrmanöver unter normalen Bedingungen noch sicher gemeistert wurden, endeten sie unter „Alkoholeinfluss“ häufig in Unfällen. Selbst erfahrene Fahrerinnen und Fahrer mussten feststellen, wie stark die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt wird.
Die Kombination aus praktischen Erfahrungen und informativen Beiträgen zu rechtlichen Grundlagen sowie realen Fallbeispielen regte die Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken an. In Gesprächen und Diskussionen konnten sie zudem von den Erfahrungen der Polizisten profitieren.
Ein herzlicher Dank gilt der Polizeiinspektion Landstuhl sowie dem BADS für diese gelungene und wichtige Präventionsveranstaltung. Die Schule hofft, ein solches Angebot auch zukünftigen Oberstufenjahrgängen ermöglichen zu können.
Text: Silke Utsch
Foto (von links): H. Lehmann, H. Bauer, H. Theis, Fr. Hary, H. Hartmuth, H. Groß


